Die reellen Zahlen

Körperaxiome

  • Kommutativgesetz für die Addition
    a+b=b+a
  • Assoziativgesetz für die Addition
    (a+b)+c=a+(b+c)
  • es gibt ein 0 \in \mathbb{R}, sodass a+0=a gilt, für alle a \in \mathbb{R}
  • zu jedem a \in \mathbb{R} gibt es genau ein -a \in \mathbb{R}, und es gilt a + (-a) = 0
  • Kommutativgesetz für die Multiplikation
    ab=ba
  • Assoziativgesetz für die Multiplikation
    (ab)c=a(bc)
  • es gibt ein 1 \in \mathbb{R}, sodass a1 = 1a = a gilt, für alle a \in \mathbb{R}
  • zu jedem a \in \mathbb{R} mit a \neq 0 gibt es genau ein \frac{1}{a} \in \mathbb{R} mit a \frac{1}{a} = 1
  • Distributivgesetz
    (a+b)c=ac+bc

Anordnungsaxiome

  • es gibt genau eine der Beziehungen: a<b; a=b; b<a
  • aus a<b und b<c folgt a<c
  • aus a<b folgt a+c<b+c
  • aus a<b und 0<c folgt ac<bc

Die Vollständigkeit der reellen Zahlen

Man kann eine obere und untere Grenze einer Menge definieren. Diese Grenzen werden auch als Supremum (obere Grenze) und Infimum (untere Grenze) bezeichnet. Dabei existiert nicht in jeder Menge ein Supremum bzw. Infimum. Ist eine Menge z.B. definiert als [0;\infty[ so besitzt sie ein Inf. (= 0) aber kein Sup.

Beispiel:
A=\{a+\frac{1}{n}|n \in \mathbb{N}\}
Sup A ist 2
Inf A ist 1

Vollständigkeitsaxiom

“Jede nichtleere beschränkte Teilmenge von \mathbb{R} besitzt in \mathbb{R} ein Supremum.”

Eine Konsequenz dieses Axioms ist das Archimedische Prinzip:
\forall x \in \mathbb{R} (x > 0 \implies \exists n \in \mathbb{N} x < n)

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