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Eigenschaften von Mengen

Samstag, 14. November 2009

In diesem Artikel möchte ich alle Eigenschaften sammeln, die man zu den Reellen und Natürlichen Zahlen wissen sollte.

Beschränkte Mengen

Seit die Menge A \in \mathbb{R}. Angenommen es gibt ein s \in \mathbb{R}, für das gilt: \forall x \in A x \leq s – man kann auch A \leq s schreiben -

“jedes Element der Menge ist kleiner als s”

Wenn gilt \exists s \in \mathbb{R} \: A \leq s, so heißt die Menge A nach oben beschränkt.
Mehr Informationen im der Wikipedia: Beschränkte Mengen.

Beispiel:
\{x \in \mathbb{R} \mid x^2 < 9\} so ist die Menge nach oben und unten beschränkt: [-3 \mid 3].

Supremum und Infimum

Supremum/Infimum bezeichnet die obere/untere Schranke einer Menge.
Angenommen wir hätten eine Menge A = \{x \in \mathbb{R} \mid x < 2 \}, so liegt das Supremum dieser Menge bei 2, weil 2 die kleinste obere Schranke von A ist. 3 wäre auch eine Schranke, aber nicht die kleinste und damit auch nicht das Supremum von A. Es gibt immer max. ein Supremum und Infimum, aber nicht zwangsweise.
Das Infimum ist ziemlich ähnlich zum Supremum, es ist bloß die größte untere Schranke von einer Menge. So hat zum Beispiel A kein Infiumum, weil alle Zahlen < 2 in der Menge enthalten sind.
Beispiel I.2.3

Maximum

Das Maximum ist dem Supremum sehr ähnlich. Jedes Maximum ist auch gleichzeitig das Supremum der Menge. Das Maximum ist die größte Zahl die in der Menge enthalten ist. Dabei muss es nicht immer ein Maximum geben: In der Beispielmenge A von Supremum und Infimum gibt es kein Maximum, weil es unendlich viele Zahlen gibt, die größer sind als ihr Vorgänger, aber kleiner als 2.
Definieren wir eine neue Menge B = \{x \in \mathbb{R} \mid x \leq 2 \}, so gibt es hier ein Maximum – genau 2.

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Die reellen Zahlen

Sonntag, 25. Oktober 2009

Körperaxiome

  • Kommutativgesetz für die Addition
    a+b=b+a
  • Assoziativgesetz für die Addition
    (a+b)+c=a+(b+c)
  • es gibt ein 0 \in \mathbb{R}, sodass a+0=a gilt, für alle a \in \mathbb{R}
  • zu jedem a \in \mathbb{R} gibt es genau ein -a \in \mathbb{R}, und es gilt a + (-a) = 0
  • Kommutativgesetz für die Multiplikation
    ab=ba
  • Assoziativgesetz für die Multiplikation
    (ab)c=a(bc)
  • es gibt ein 1 \in \mathbb{R}, sodass a1 = 1a = a gilt, für alle a \in \mathbb{R}
  • zu jedem a \in \mathbb{R} mit a \neq 0 gibt es genau ein \frac{1}{a} \in \mathbb{R} mit a \frac{1}{a} = 1
  • Distributivgesetz
    (a+b)c=ac+bc

Anordnungsaxiome

  • es gibt genau eine der Beziehungen: a<b; a=b; b<a
  • aus a<b und b<c folgt a<c
  • aus a<b folgt a+c<b+c
  • aus a<b und 0<c folgt ac<bc

Die Vollständigkeit der reellen Zahlen

Man kann eine obere und untere Grenze einer Menge definieren. Diese Grenzen werden auch als Supremum (obere Grenze) und Infimum (untere Grenze) bezeichnet. Dabei existiert nicht in jeder Menge ein Supremum bzw. Infimum. Ist eine Menge z.B. definiert als [0;\infty[ so besitzt sie ein Inf. (= 0) aber kein Sup.

Beispiel:
A=\{a+\frac{1}{n}|n \in \mathbb{N}\}
Sup A ist 2
Inf A ist 1

Vollständigkeitsaxiom

“Jede nichtleere beschränkte Teilmenge von \mathbb{R} besitzt in \mathbb{R} ein Supremum.”

Eine Konsequenz dieses Axioms ist das Archimedische Prinzip:
\forall x \in \mathbb{R} (x > 0 \implies \exists n \in \mathbb{N} x < n)

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